Halle mehr als 1200 Jahre

letzte Aktualisierung: 20.07.2016

Halle in der DDR
Halle im Nationalsozialismus

Halle ist mehr als 1200 Jahre alt

Weil Siedler an der Saale, dort wo heute Halle steht, Salz fanden, ließen sie sich nieder. Sie trieben Handel mit dem Salz und gewannen es in immer größeren Mengen. Ein einträgliches Geschäft, dass Halle reich machte und zur Stadt anwachsen ließ. Im Jahr 2006 konnte Halle auf 1200 Jahre urkundliche Erwähnung zurückblicken. Die Bruderschaft der Halloren, einst Grundstein für Halles Wachsen, Gedeihen und Blühen ist bis heute Ausdruck der Tradition einer bedeutenden deutschen Salzstadt.

Panorama des alten Halle von Westen mit der Marktkirche in der Mitte

Kurz-Chronik

0806 - erste urkundliche Erwähnung
1120 - Beginn einer umfassenden Stadterweiterung
1280 - Beitritt zur Hanse
1310 - Stadtrecht
1418 - Baubeginn am Roten Turm
1513 - Halle wird Residenzstadt von Kardinal Albrecht
1685 - der Komponist Georg Friedrich Händel wird in Halle geboren
1694 - Gründung der Friedrichs-Universität
1695 - Gründung der Franckeschen Stiftungen
1710 - Gründung der Canstein Bibelanstalt, der ersten Bibelanstalt der Welt, durch Carl Hildebrand Freiherr von Canstein.
1881 - halbes Jahre Gewerbe- und Industrieausstellung in Halle
1946 - Halle wird Hauptstadt der Provinz Sachsen
1952 - Halle wird Hauptstadt des neu gegründeten Bezirks Halle
1961 - Halle feiert 1000 Jahre (Bezug auf erste Urkunde)
1964 - Gründung der Chemiearbeiterstadt Halle-Neustadt
1986 - Halle feiert 1025 Jahre (Bezug auf Schenkungsurkunde 961)
1989 - Massenproteste auch in Halle führen zum Ende der DDR > Wende
2006 - Halle feiert 1200 Jahre (Bezug auf erste Erwähnung 806)
2010 - Halle ist Teilnehmer an der Internationalen Bauausstellung (IBA) 2010 in Sachsen-Anhalt
2013 - Anfang Juni erreicht der Saale-Pegel in Trotha 8,10 Meter, der Katastrophenfall ist eingetreten.
2016 - Halles neuer Güterbahnhof (Zugbildungsanlage) nimmt Gestalt an

 
hallesche Traditionsbetriebe

Bäckerei und Café Schade (seit 1586, damals in Wettin/Saalkreis)
Betten Paris (seit 1919), Bettenladen (Bankrott 2002)
Gummi Bieder (seit 1913), Gemischtwarenladen
Rapsilber (seit 1859), Tapeten
Stempel Pfautsch (seit 1880), Stempel
 

Luftfahrtgeschichte

Die Geschichte der militärischen Luftfahrt in Halle (Saale) beginnt im Ersten Weltkrieg (Mötzlich), die der zivilen Luftfahrt in den 1920er Jahren (Nietleben). Heute erinnert nichts mehr an die Zeit, als in Halle Flugzeuge konstruiert und gebaut wurden, als zivile Luftfahrtprojekte militärischen Entwicklungen weichen und tausende Zwangsarbeiter in Halle für die deutsche Rüstungsindustrie bluten mussten.

Hanns Klemm und Friedrich Siebel

Halles recht kurze Luftfahrtgeschichte ist verbunden mit den Namen Hanns Klemm und Friedrich W. Siebel.

Broschuere zur Geschichte der Siebel-Flugzeugwerke Halle
Ausgangspunkt des Flugzeugbaus in Halle waren die Klemm-Flugzeugwerke.

In Halles Osten begann man 1934 das Hauptwerk der später in Siebel-Werke umbenannten Klemm-Flugzeugwerke zu errichten. Es entstand auf Druck des Reichsluftfahrt- ministeriums (RLM). 1937 ging diese Flugzeugfertigung - wieder auf Drängen des RLM - an Friedrich W. Siebel über. Ende 1944 fertigten hier mehr als 8700 Beschäftigte militärisches Fluggerät. Entwickelt und getestet wurden auch Strahltriebwerke. Wegen der militärischen Bedeutung der Anlagen war das Areal mehrfach Ziel anglo-amerikanischer Bombenangriffe und wurden stark zerstört (vor allem im August 1944). Doch die größeren militärischen Geheimnisse im Raum Halle befanden sich im südlich gelegenen Ammendorf (Giftgas-Produktion) und im westlich gelegenen Wansleben am See.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Werksanlagen demontiert und der Platz unter anderem mit einer Jugendhaftanstalt überbaut.

Zur Geschichte der Siebelwerke ist eine Broschüre erschienen. Verfasser war der 2015 verstorbene ehemalige Vorstandsvorsitzende der Interessengemeinschaft Luftfahrtgeschichte Sachsen-Anhalt, Dr. Udo Mahn.

Links zur Stadtgeschichte

Auswanderer NEU
Archiv-Datenbank des Stadtarchivs Halle (Saale)
Stadtgeschichtsverein

Perladesa plant, bisher wenig bekannte oder gar unbekannte Zeugnisse der Geschichte von Halle an der Saale zu sammeln. (Stand am 20. Juli 2016)