Halles Wohngebiete

letzte Aktualisierung: 23.07.2016

Halle setzt sich aus der Altstadt, der Neustadt und weiteren zwei Neubaugebieten zusammen. Hallenser können am Fluss, auf dem Berg, im Tal und mehr oder weniger Grün wohnen. Die Stadt erstreckte sich lange Zeit nur östlich entlang der Saale. Die Bebauung des Westufers war wegen des schwierigen Bauuntergrunds weitgehend tabu. 1964 aber wagten die Architekten den Sprung über den Fluss und begannen den Bau der am Ende größten Neubausiedlung in Deutschland. Halle-Neustadt entstand.

Westen

Halle-Neustadt
1964 bis 1989 gebaut, seitdem Abriss und Sanierung, Fertigbetonteilbauweise, viel Grün, viele Parkflächen, Straßenbahn-Anschluss, Halles höchster Ausländeranteil, tendenziell sozial absteigender Stadtteil mit einem sich seit dem Ende der DDR 1990 radikal verändernden Sozialgefüge (früher gut durchmischt vom Arbeiter bis zum Professor, heute zunehmend prekär).

Heide-Süd
Das von 1936 bis 1991 als Kaserne genutzte Areal wurde mit gröszlig;em Aufwand saniert und vielfach neu bebaut. Die Wohnlage zwischen Heidewald und Neustadt ist sehr beliebt. Ein toller Wasserspielplatz zieht junge Gäste auch von weiter her an. Zum Gelände gehören auch große Wissenschaftseinrichtungen des Weinberg-Campus, der als Technologie- und Gründerzentrum stetig gewachsen ist.

Nordwesten

Heide-Nord
1980er Jahre erbaut, nach der Wende Abriss und Sanierung, Fertigbetonteilbauweise, an der Dölauer Heide (großer Stadtwald) gelegen, knapp bemessene Verkehrsflächen, abgeschieden, tendenziell mit sozialen Problemen behaftet.

Dölau
Dölau ist direkt an der Heide gelegener Stadtteil, historisch gewachsene Siedlung aus Ein- und Mehrfamilienhäusern, im Nordosten nach der Wende durch neue Eigenheimsiedlung erweitert.

Lettin
Lettin ist ein ruhig gelegenes Dörfchen unweit der Saale, weitgehend saniert, historisch gewachsene Siedlung aus Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Norden

Kröllwitz
Historisch gewachsene Siedlung aus Einfamilien-, Mehrfamilien- und Reihenhäusern, ursprünglich mit dörflichem Charakter, vor allem seit der Jahrtausendwende angesagter, stark wachsender und zunehmend verdichteter Stadtteil mit etlichen prominenten Hallensern, tendenziell sich verbessernde Infrastruktur, bei Schulen und Kindergärten unterversorgt.

Trotha
Mischgebiet, ursprünglich dörflich, heute Altbau, Neubau und Gewerbegebiet, im westlichen Teil an der Saale historisch, im östlichen Teil überwiegend Fertigbetonteilbauweise aus DDR-Zeiten.

Frohe-Zukunft
Mischung aus genossenschaftlicher Reihenhaussiedlung und Gartenstadt, überwiegend ruhig und grün gelegen, vor allem bei Familien angesagter Stadtteil.

Osten

Diemitz
Der Stadtteil ist geteilt in eine Areal mit fast gartenstädtischem Charakter. Vor allem entlang der Berliner Straße (zieht sich an der Eisenbahntrasse entlang) herrscht städtischer Altbau in Form von Mietshäusern vor. In Teilen sind die Gebäude saniert, in anderen Teilen in einem äußerst beklagenswerten Zustand.

Dautzsch
Man wohnt "auf dem Dautzsch". Es handelt sich um eine lange gewachsene Eigenheimsiedlung mit Gartenstadt-Charakter im nördlichen Osten der Stadt Halle.

Reideburg
Reideburg ist ein von Halle leicht abgesetztes Dorf. Der ehemalige Außenminister der BRD, Hans-Dietrich Genscher, wurde dort geboren. Der Ort liegt direkt am Autobahnzubringer zur A14.

Büschdorf
Das Dorf ist längst kein Dorf mehr. Zur Altbausubstanz sind vor allem nach 1990 zahlreiche Neubauten hinzugekommen. Zunächst wurde am Zentrum ein größer Wohn- und Gewerbekomplex geschaffen. Später entstanden am Autobahnzubringer zur A14 zwei Eigenheimsiedlungen. Der Stadtteil grenzt an den Hufeneisensee und ist mit der Straßenbahn erreichbar.

Südosten

Kanena
Kanena war ein lange vergessenes, 1950 eingemeindetes, altes Dörfchen, das mit einer Besonderheit aufwarten kann: Es hat Dank des Engagements des Astronomielehrers Karl Kockel zu DDR-Zeiten ein kleines Planetarium und eine Sternwarte bekommen.

Bruckdorf
Bruckdorf ist ein Dorf an der Bundesstraße B6 Richtung Leipzig. Entlang der Leipziger Chaussee befinden sich einige Gewerbeansiedlungen. Zu finden sind unter anderem der Hallesche Einkaufspark (HEP) mit einer Niedrigpreis-Tankstelle, das Gelände der Halle Messe und ein Bürokomplex, wo unter anderem die GISA und ein Scannerdienst der Deutschen Post AG sitzen.

Radewell
Radewell liegt an der Eisenbahnstrecke Halle-Erfurt und der Elster-Aue. Der Ort hat kleinstädtischen Charakter. Mietshäuser und Einfamilienhäuser sind ebenso zu finden wie ein Industrie- und Gewerbegebiet.

Osendorf
Osendorf liegt an Halles südöstlichem Rand entlang der Regensburger Straße. Die überweigend kleinteiligen Siedlungsbauten befinden sich zwischen einem großen Industrie- und Gewerbegebiet und der wunderbaren Elster-Aue. Ganz in der Nähe führt Deutschlands längste Eisenbahnbrücke vorbei für die ICE-Verbindung zwischen Leipzig und Erfurt.

Süden

Silberhöhe
Die Neubausiedlung wurde in den 1980er Jahren zwischen Südstadt und Elster-Aue errichtet. Qualitativ reichte die Ausstattung des Gebietes schon zu DDR-Zeiten nie an Halle-Neustadt heran. Nach dem Ende der DDR 1990 und mit der rasant wachsenden Arbeitslosigkeit in Halle verschlechterte sich das Image der "Plattenbausiedlung" weiter dramatisch. Die Sozialpolitik der halleschen Stadtverwaltung beschleunigte den Prozess: Wegen des schlechten Images waren Wohnungen in Silberhöhe vergleichsweise günstig zu haben, was das Sozialamt dazu veranlasste, sozial schwache Hallenser mit Wohnberechtigungsschein dort anzusiedeln. Wachsende Armut, Gewalt, Kriminalität und rechtsextremes Gedankengut - das waren die Attribute, die man viele Jahre mit der Silberhöhe verband. Vor Jahren schon verlagerte sich für Halles Polizei allerdings nach Halle-Neustadt. Das schlechte Image der Silberhöhe ist geblieben und die genannten Probleme sind nicht gelöst. Inzwischen sind zahlreiche Gebäude abgerissen worden. Gleichzeitig haben die Wohnungsunternehmen jedoch den Bestand aufwändig saniert. Besonders schön gelegen sind die Häuser bei Beesen an der Elster-Aue. Die Silberhöhe ist verkehrstechnisch gut erschlossen und auch mit der Straßenbahn zu erreichen.

Beesen
Beesen ist ein Dörfchen an der Elster-Aue. Es ist ein überwiegend historisch geprägtes Örtchen, in dem sich bis vor einigen Jahren ein Wasserwerk befand. Größter Neubaukomplex in Beesen ist das hallesche Spaßbad Maya mare.

Ammendorf
Ammendorf ist ein Dörfchen an der Elster-Aue. Dieser Teil von Halle setzt sich zusammen aus zahlreichen historischen Miets- und Mehrfamilienhäusern. Hinzu kommen etliche Eigenheime. Etliche sind erst nach der Wende 1990 entstanden. Im Norden und Nordosten ist Ammendorf komplett industriell geprägt. Hier befanden sich früher und auch zu DDR-Zeiten zahlreiche Fabriken. Darunter der Waggonbau, die Tapetenfabrik, eine Großwäscherei, das Plastwerk, Dachpappefabrik, Farbenfabrik und während der NS-Zeit auch eine Giftgasfabrik (siehe Orgacid).

Mitte

Nördliche Innenstadt
Wer historische Gebäude liebt, ist in Halles Innenstadt bestens aufgehoben. Allerdings muss er auch mit Parkplatzknappheit leben.

Südliche Innenstadt
Ein durchwachsenes, überwiegend historisches Areal mit vielen Gründerzeithäusern und einigen Industriebrachen.

Vermieter: Vermietung & Verkauf

A1 Immobilien
Andreas Proske
Cerveny Immobilien + Hausverwaltung GmbH & Co. KG
BWG Halle-Merseburg
Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft "Eigene Scholle" eG
Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Gartenstadt eG
WG Eisenbahn
WG Frohe Zunkft
Bauverein Halle und Leuna (Fusion aus Bauverein und WG Leuna)
Hallesche Wohnungsgenossenschaft Freiheit eG
Wohnungsgenossenschaft Gesundbrunnen Halle eG
Wohnungsgenossenschaft Halle-Süd eG
Freiraum Halle
GWG - Gesellschaft für Wohn- und Gewerbeimmobilien Halle-Neustadt mbH
(kommunal, Halle-Neustadt)
Hallescher Immobilienservice Köppe GmbH & Co. KG
Halletower (Büro- und Geschäftsflächen)
Hallywood
HWG - Hallesche Wohnungsgesellschaft mbH (kommunal, Halle außer Neustadt)
Immohal
impuls Verwaltungsgesellschaft mbH
Jahner Immobilien
Mietzentrale Mietze
Müller Immobilien
Nolle Wohnungsverwaltung
Paul Immobilien
Radde Immobilien
Rommerskirch Immobilien
Saale Immobilien
Schroot-Immobilien
Studentenwohnungen
Studenten WG
Wohntraum
Waldstadt Immobilien
Weisenburger Bau + Grund

alternative Wohnformen
Selbstbau-Agentur
Wächterhaus

Seniorenwohnen
Menschen im fortgeschrittenen Alter mögen es ruhig und grün. Zudem sollen die Versorgungswege kurz sein. Da Altenheime nicht immer den besten Ruf haben, ist Betreutes Wohnen mehr und mehr in Mode gekommen. In Halle gibt es für alle Wünsche Angebote. Auch reifere Menschen, die es gerade nicht ruhig mögen, sondern dort wohnen wollen, wo das Leben pulsiert, werden fündig. Eine besonders moderne Variante ist das so genannte Generationenwohnen. Alt und Jung, so die Idee, sind Nachbarn.

Wohnen im Alter
Mehrgenerationenwohnen WG "Eigene Scholle"

Mietrechtliche Hilfen
Laut Mietspiegel 2010 liegen die Netto-Kaltmieten in Halle zwischen 2,39 und 5,28 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr 2011 haben die Mietpreise aber zum Teil mit bis zu zehn Prozent angezogen. Gründe dafür sind der anhaltende Abriss leerstehender Wohnungen und die Luxussanierung neuangebotener Wohnungen.
Mietspiegel 2010

Bei Streitigkeiten mit dem Vermieter können sich Mieter an den Mieterbund wenden. Bedingung ist eine Mitgliedschaft. Die Hilfe ist nicht kostenlos.
Mieterverein Halle und Umgebung e.V.

Interessenvertretung der Vermieter
Vereinigung der Haus-, Grund und Wohnungseigentümer Halle e.V.

Wohnung einrichten
Helü (Mansfelder Straße in Halle)
IKEA Günthersdorf (an der A9)
Licht + Design (internationale Wohnkultur)